| Am Freitag 23.10 feiert „Der Nebel von Dybern“ von Maria Lazar im Stadttheater Premiere. Dieses Stück wurde 1933 in Stettin uraufgeführt, nur zwei Aufführungen später haben die Nationalsozialisten dieses Stück verboten, vermutlich aus Angst, Angst dass es Menschen zum Denken anregen wird. Aus genau diesem Grund wird es nun in Konstanz aufgeführt. Den Menschen in der Kleinstadt Dybern geht es gut, sie haben ihre eigene Versorgungseinrichtung, bald sogar ein Kino und durch die nahegelegene Chemiefabrik genug gesicherte Arbeitsplätze. All das ändert sich schlagartig: das Krankenhaus, die Infrastruktur der Kleinstand befindet sich plötzlich im nichts. Überall nur dieser dicke, unentrinnbare Nebel. Schon bald sterben Tiere kurz danach auch die ersten Menschen. Eine beklemmende Atmosphäre legt sich über Dybern. Die Menschen suchen Zuflucht und fangen an zu rätseln. Handelt es sich um eine Klimakatastrophe, um eine göttliche Prüfung oder doch um ein von Menschen verursachtes Unheil? Seit 2014 wurden von der Autorin Maria Lazar fünf Romane, ein Gedichtband und zahlreiche Theaterstücke veröffentlicht. Man könnte meinen sie sei eine aufstrebende Autorin, doch sie ist eine Zeitgenossin Berthold Brechts. Sie versuchte schon in den 1930ern ihre Stücke zu veröffentlichen, doch scheitert, da zu diesem Zeitpunkt deutschsprachige Verlage aufgrund des erstarkten Antisemitismus und Nationalsozialismus schon weniger jüdische Auto*innen aufnehmen. Unter dem dänischen pseudonym Ester Grenen feiert sie ihre ersten Erfolge, und so wurde auch "Der Nebel von Dybern" unter diesem Pseudonym veröffentlicht; ein widerentdeckter Klassiker. Erleben Sie „Der Nebel von Dybern“ ab 23.10 im Theater Konstanz.
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Willkommen im "Garland" Bis zum 29. Oktober 2026 besteht noch die Möglichkeit, „Garland“, das Eröffnungsstück der Spielzeit zu sehen! Tauchen Sie in eine Welt, in der sich Amerika in Mittelsachen befindet: Die Landschaft ist vertrocknet, verwelkt und wüstenhaft, die Zukunft erscheint wie eine weit zurückliegende Erinnerung. Dennoch ist Dorothee Sturm voller Überzeugung die Welt zu retten und die Zukunft zu sichern. Doch noch steht das Glück nicht auf ihrer Seite. Ungünstiger Weise steht Dorothee unter dem Verdacht, die Farm von Em und Henri angezündet zu haben. Während Gus Brandt im Nirgendwo mit leerem Tank festsitzt, sucht sein Bruder Salvatore nach ihm, der als Filmemacher, Fernfahrer und unermüdlicher Träumer bekannt ist. Derweil ist die überarbeitetet Radiomoderatorin Lorna Luft bemüht ihre Sendung „Hot Times“ im Blick zu behalten. Und zwischen all dem erscheint Judy Garland und singt von Sehnsucht, Verlust und Hoffnung. Eine Endzeitgeschichte, Roadmovie und liebevoll verdrehte Hommage von Svenja Viola Bungarten angelehnt an „Der Zauberer von Oz“.
„Wer Lust hat auf kluge Gegenwartsliteratur, schräge Figuren, Sprachwitz und einen ungewöhnlich leichten Umgang mit ziemlich schweren Fragen, dürfte an „Garland“ viel Freude haben.“ - Steffi Göttlich/Akzent Online Tipp: Am 25.10 läuft "Der Zauberer von Oz" (1933) im Zebrakino. In "Garland" können Sie einige Referenzen auf den Film entdecken und so tiefer in die Produktion einsteigen. "Garland" | Noch bis 29. Oktober | Stadttheater | Tickets |
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Wer der Liebe Flamme sucht, darf Angst vor Verbrennungen nicht kennen „Verbranntes Land“ wird nur noch wenige Male in der Werkstatt aufgeführt: am 25.10.2026 um 18 Uhr und dem 10.11.2026 sowie 13.11.2026 jeweils um 20 Uhr. Eve Leigh vereint in diesem mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten Stück politischen Widerstand mit einer queeren Coming-of-Age-Liebesgeschichte. Eireni, introvertierte Pfarrerstochter aus der Provinz, trifft auf Anna, die auf dem Dach eines besetzten Hauses eine Sauna aus Europaletten baut. Ihre erste Begegnung: auf der Straße, nachdem Eireni in eine Blutlache getreten ist. Es ist Sommer und die beiden verlieben sich ineinander. Gleichzeitig werden in ihrer Stadt Menschen erschossen oder verschwinden spurlos. Ein senegalesischer Schneider, ein türkischstämmiger Ladenbesitzer und sein Sohn. Da die Polizei keine Maßnahmen gegen die rassistisch motivierten Taten ergreift, beschließen Eireni und Anna sich im Sommerlager einer völkischen Bewegung selbst auf die Suche nach den Tätern zu machen. Der Druck steigt je näher sie der Gefahr kommen, gleichzeitig versuchen sie weder sich selbst noch ihre Gefühle füreinander zu verraten. „Die ganze Werkstatt-Bühne des Konstanzer Theaters ist durchspannt mit roten Seilen – eine effektvolle multifunktionale Kulisse, die zur Bewegung einlädt. (…) Unter der Regie von Rebekka Bangerter gehen die beiden bestens besetzten Schauspielerinnen sehr kreativ damit um und schaffen es, queere Liebesgeschichte und politischen Aktivismus zu verflechten.“ Maria Schorpp, Südkurier
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Die Stimmen hinter "unfreif" Lena Riemer hat für dieses Stück mit mehr als 50 Teenager*innen im Alter zwischen elf und 16 Jahren über ihre Erfahrungen mit Sexismus und Catcalling gesprochen. Alle von ihnen konnten aus persönlicher Erfahrung sprechen und so ist ein Text entstanden, der fragt, warum wir Teenager*innen sowohl im öffentlichen, im privaten und im digitalen Raum nicht beschützen. Autorin Lena Riemer spricht mit Dramaturgin Romana Lautner über "unreif" und welche Wirkung sie sich von dem Stück auf das junge Publikum erhofft. Romana Lautner: Was ist Dein Wunsch ans Publikum? "unreif" ist nur noch zwei Mal im Abendspielplan zu sehen: Donnerstag, 22.10.2026 um 19:30 Uhr und Sonntag, 08.11.2026 um 18 Uhr.
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