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ab 26.09.26
Werkstatt

Verbranntes Land

von Eve Leigh, Deutsch von Henning Bochert

Deutsche Erstaufführung: 26.09.2026 am Theaterhaus G7, Mannheim (Regie: Pascal Wieandt) und Theater Konstanz (Regie: Rebekka Bangerter)

Regie Rebekka Bangerter Bühne & Kostüme Lukas Sander
Dramaturgie Carola von Gradulewski
Mit Zoubeida Ben Salah, Kristina Lotta Kahlert, Jana Alexia Rödiger
Dauer 1:15 Stunden, keine Pause

Eireni, introvertierte Pfarrerstochter aus der Provinz, trifft auf Anna, die auf dem Dach eines besetzten Hauses eine Sauna aus Europaletten baut. Ihre erste Begegnung: auf der Straße, nachdem Eireni in eine Blutlache getreten ist. Es ist Sommer und die beiden verlieben sich ineinander. Gleichzeitig werden in ihrer Stadt Menschen erschossen oder verschwinden spurlos. Ein senegalesischer Schneider, ein türkischstämmiger Ladenbesitzer und sein Sohn. Jeden Tag scheint die Gefahr zu wachsen, doch  die Polizei unternimmt nichts gegen die rassistisch motivierten Straftaten, kärchert nur das Blut weg und beschuldigt die Mafia. Anna und Eireni wollen dieser Untätigkeit etwas entgegensetzen und fassen den Plan, im Sommerlager einer völkischen Bewegung selbst zu ermitteln. Dabei versuchen sie, weder sich selbst noch ihre Gefühle füreinander zu verraten. Doch der Druck steigt  und je weiter sie sich in den inneren Zirkel dieser Bewegung vorwagen, desto realer wird die Gefahr. Was braucht es wirklich, um dem Faschismus entgegenzutreten? 

Eve Leigh vereint in diesem mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten Stück politischen Widerstand mit einer queeren Coming-of-Age-Liebesgeschichte. Rebekka Bangerter ist Regisseurin und Performerin. Sie arbeitet zum ersten Mal am Theater Konstanz  und zum zweiten Mal mit einem Text von Eve Leigh. In ihren Arbeiten verwebt sie gerne unterschiedliche Realitätsebenen wie Mythologie, Wissenschaft, Historie und persönliche Realität und hinterfragt damit unsere Wahrnehmung der Realität.

Die Deutsche Erstaufführung des preisgekrönten Stücks teilen sich das Theater Konstanz und das Theaterhaus G7 in Mannheim. An beiden Theatern feiert "Verbranntes Land" am 26.09.2026 Premiere.

Termine und Tickets

September
Samstag, 26.09.2026 | 20 Uhr (Premiere) | Tickets

Oktober
Freitag, 02.10.2026 | 20 Uhr | Tickets
Donnerstag, 08.10.2026 | 20 Uhr | Tickets 1
Sonntag, 11.10.2026 | 18 Uhr | Tickets
Mittwoch, 21.10.2026 | 20 Uhr | Tickets
Donnerstag, 22.10.2026 | 20 Uhr | Tickets
Sonntag, 25.10.2026 | 18 Uhr | Tickets

November
Dienstag, 10.11.2026 | 20 Uhr | Tickets
Freitag, 13.11.2026 | 20 Uhr | Tickets

1 Ermäßigter Eintritt am Theaterspartag: 10 € auf allen noch verfügbaren Plätzen im Stadttheater

Hier gilt das Kulturticket

Besetzung

Anna Kristina Lotta Kahlert
Eireni Zoubeida Ben Salah
Jana Jana Alexia Rödiger

Pressestimmen

„Die ganze Werkstatt-Bühne des Konstanzer Theaters ist durchspannt mit roten Seilen – eine effektvolle multifunktionale Kulisse, die zur Bewegung einlädt. (…) Unter der Regie von Rebekka Bangerter gehen die beiden bestens besetzten Schauspielerinnen sehr kreativ damit um und schaffen es, queere Liebesgeschichte und politischen Aktivismus zu verflechten. (...) Über jeden Zweifel erhaben aber ist das Schauspielerinnen-Ensemble.“
Maria Schorpp, Südkurier
 
„Kristina Lotta Kahlert und Zoubeida Ben Salah spielen Anna und Eireni zärtlich und extatisch, wütend und hellwach – und zugleich ein wenig verblendet von der Überzeugung, dass ihre gemeinsame Stärke sie durch die Gefahr tragen werde. Mutig und leichtsinnig, politisch aufmerksam und doch erstaunlich unvorbereitet, glauben sie, moralische Gewissheit könne fehlende Erfahrung ersetzen. Gerade dass diese Widersprüche nicht geglättet werden, ist eine Stärke des Abends: Die beiden erscheinen weder als Heldinnen noch als naive Opfer.“
Steffi Göttlich, Akzent

Audioeinführung von Dramaturgin Carola von Gradulewski

Content Note

Das Team des Theater Konstanz setzt immer wieder einen Schwerpunkt auf aktuelle Stoffe und Stücke zeitgenössischer Autor*innen. Das Verhandeln von gesellschaftlichen Konflikten ist uns wichtig und kann erlebbar machen, dass und wie unsere Wirklichkeit gemacht, hergestellt – und deswegen auch veränderbar ist. Diese Auseinandersetzung mit konfliktreichen Themen auf einer sinnlichen, gespielten Ebene kann und möchte bewegen.

Je nach persönlicher Sensibilisierung können solche Auseinandersetzungen als (zu) schmerzhaft empfunden werden. Im Sinne einer transparenten Kommunikation und im Bewusstsein darüber, dass Stückinhalte aufgrund von individuellen Erfahrungen verschieden erlebt werden, gibt es hier zusätzliche Informationen über Inhalte, die wir als sensibel einstufen. Diese Hinweise zu sensiblen Inhalten – auch Content Notes – weisen darauf hin, dass bestimmte Themen auf der Bühne verhandelt werden, die starke Reaktionen auslösen können. Ein Kritikpunkt an Content Notes ist, dass sie Teile der Inszenierung vorwegnehmen können. Im Sinne einer selbstbestimmten Entscheidung wird es im Folgenden jeder und jedem Einzelnen überlassen, die inhaltlichen Hinweise zu lesen oder nicht.
 
Verbranntes Land
Content Note:
 
In der Inszenierung werden übergeordnete Themen wie (queere) Sexualität, Diskriminierungserfahrungen queerer Menschen, Flucht und Migration, Neonazismus, Rassismus, Gewalterfahrung verhandelt.
Die Inszenierung thematisiert auf sprachlicher Ebene rassistisch-völkische Ideologie, die insbesondere in homophober, rassistischer Sprache zum Ausdruck kommt. Ebenso werden auf sprachlicher Ebene rassistisch motivierte Gewalttaten und Morde sowie die körperlichen Folgen von Gewalt thematisiert.
 
Auf sensorischer Ebene wird mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten im Bühnenlicht gearbeitet und es kommt zu einem lauten Schrei.

Theater Konstanz
© Ilja Mess
Theater Konstanz
© Ilja Mess
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