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18/04/26

SPIEGELHALLE

Der Kirschgarten

LET'S ALLY

von Anton Tschechow

Regie & Choreografie Henri Hüster & Bea Carolina Remark Bühne & Kostüme Chiara Mizaikoff
Dramaturgie Meike Sasse
Mit Ingo Biermann, Jan Dziobek, Anna Eger, Anna Lisa Grebe, Nora Krohm, Leonard Meschter, Florian Rummel
Dauer: ca. 1:45

Der alte Kirschgarten steht in voller Blüte. Alles scheint noch einmal zu erstrahlen, bevor es vergeht. Eine neue Zeit hat längst begonnen, doch Ranéwskaja und ihre Familie verharren in den Bewegungsmustern einer Welt, die es so nicht mehr gibt. Sie wissen um die veränderten Umstände. Und handeln doch nicht danach. Sie spüren, dass ihr Lebensentwurf brüchig geworden ist und machen dennoch weiter wie bisher. Verschwenderisch. Haltlos. Als ließe sich Stillstand gegen Veränderung verteidigen. Selbst die Natur entzieht ihnen den Boden: Nachtfröste im Mai zerstören die Ernte, das Gut steht vor dem Ruin. Lopachins radikaler Vorschlag, den Kirschgarten zu roden und zu parzellieren, kollidiert mit Ranéwskajas Weigerung, sich der Realität zu stellen. Unter dem Klang fallender Bäume zerbricht nicht nur Besitz, sondern Identität.

Henri Hüster und Bea Carolina Remark lesen Tschechows Stück als körperlichen Ausnahmezustand. Ihr Zugriff denkt vom Bewegungsimpuls her: Was geschieht, wenn soziale Gewissheiten kippen? Wenn Körper ins Taumeln geraten? Zwischen Erstarrung und Aufbruch entsteht ein Raum, in dem das Alte bereits verschwunden ist, das Neue jedoch noch keinen Körper gefunden hat. Ein Schwebezustand voller Wucht.

Im Rahmen des Bodenseefestivals 2026 „in Bewegung“

Termine und Tickets

April
Samstag, 18.04.2026 | 20 Uhr | Tickets (Premiere
Donnerstag, 23.04.2026 | 20 Uhr | Tickets
Sonntag, 26.04.2026 | 18 Uhr | Tickets
Donnerstag, 30.04.2026 | 20 Uhr | Tickets

Mai
Samstag, 02.05.2026 | 20 Uhr | Tickets
Dienstag, 05.05.2026 | 20 Uhr | Tickets 3
Freitag, 08.05.2026 | 20 Uhr | Tickets
Sonntag, 10.05.2026 | 18 Uhr | Tickets
Mittwoch, 13.05.2026 | 20 Uhr | Tickets 2 
Freitag, 15.05.2026 | 18 Uhr | Tickets

Hier gilt das Kulturticket

1 Ermäßigter Eintritt am Theaterspartag: 10 € auf allen noch verfügbaren Plätzen in der Spiegelhalle

2 Bei dieser Aufführung wird eine Tastführung und Audiodeskription angeboten. Ticketbestellungen für die Tastführung und Audiodeskiption werden von "HörMal" per E-Mail an veranstaltungen@hoermal-audio.org oder unter der Telefonnummer +49 (0) 341/332 088 60 entgegengenommen.

3 Mit einer Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer

Besetzung

Ljubow Andrejewka Ranjewskaja Anna Eger
Anja, ihre Tochter Anna Lisa Grebe
Warja, ihre Pflegetochter Nora Krohm
Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder Ingo Biermann
Ermolaj Alexejewitsch Lopachin Leonard Meschter
Pjotr Sergejewitsch Trofimow Florian Rummel
Semjon Pantelejewitsch Jepichodow Jan Dziobek
Firs, ein alter Diener Ensemble

Pressestimmen

"Nora Krohm etwa erweist sich als eine Entdeckung. Sie beherrscht die Szene streckenweise grossartig, ist in jeder Beziehung gewandt – sprachlich wie körperlich.
Auch Leonard Meschter als Lopachin überzeugt. Er spielt den Erneuerer in all seinen widersprüchlichen Facetten, als liebenswürdiger Hausfreund ebenso wie als weitsichtiger Unternehmer, der seine Interessen durchzusetzen versteht. (...)
'Der Kirschgarten' bietet ein anspruchsvolles Theatererlebnis. Wer sich darauf einlässt, findet den Zugang zu einem Klassiker, der sich als überraschend aktuell erweist."
Rolf Hürzeler, St. Galler Tagblatt


"Anna Eger spielt diese das Leben liebende, von ihm aber auch gezeichnete Grande Dame kurz vor dem Zusammenbruch faszinierend. (...) Die Inszenierung hat etliche Rollen gestrichen, wobei der eindrucksvoll im Rollstuhl spielende Jan Dziobek in seinem Jepichodow mehrere Figuren vereint. Anna Lisa Grebe als Ljubas Tochter Anja und Florian Rummel als ewiger Student Trofimow, die kommende sozialistische Bewegungen erahnen lassen, tragen zur schön ausdifferenzierten Ensemble-Leistung bei – in einer Inszenierung, die keine Antworten gibt, aber glasklare Fragen stellt zum Handlungsdefizit heutiger Gesellschaften. Oft ist das sogar packend."
Maria Schorpp, Südkurier


"Mit Tschechows "Kirschgarten“ liefert das Theater Konstanz eine berührende Blaupause für das, was passiert, wenn wir aus Nostalgie die Zukunft verweigern. (...) Den sieben Darstellerinnen und Darstellern bleiben nur rund eineinhalb Stunden, um in der Reduzierung des Originalstoffs die wesentlichen Dinge herauszuarbeiten. Eine besonders große Bandbreite zeigt dabei Anna Eger, die in der Titelrolle Verlust und Wehmut schmerzhaft glaubwürdig verkörpert. Ingo Biermann in der Rolle des Bruders zeigt immer wieder eindrücklich, wie der Kindskopf gegen den harten Boden der Realität stößt. Jan Dziobek gibt den Jepichodow mehr als nachdenkliche denn als ausschweifende Figur. Nora Krohm als Warja wankt berührend zwischen Hoffen und Bangen, während Florian Rummel in der Rolle des Studenten Trofimow mit Wärme den instabilen Altklugen gibt. Anna Lisa Grebe als Tochter Anja spielt die Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit ihrer Figur authentisch. Leonard Meschter als Lopachin lebt seine Rolle sehenswert im Spannungsfeld zwischen Emporkömmling und Bewunderer der alten Ranjewskaja."
Erich Nyffenegger, Schwäbische Zeitung

Audioeinführung von Chefdramaturgin Meike Sasse

Audioeinführung von Chefdramaturgin Meike Sasse in einfacher Sprache

Rund ums Stück

pro.log Der Kirschgarten

Die Reihe pro.log gibt Einblicke in die Entstehung und Hintergründe eines Stückes, in die Gestaltung der Figuren und in aktuelle Bezüge. Der pro.log richtet sich an alle, die an der Aufführung interessiert sind – unabhängig davon, ob man sie schon gesehen hat oder noch besuchen will. Im Anschluss ist das Publikum herzlich zur Diskussion eingeladen.

Mit Dr. Renata von Maydell

03/05/26, 11 Uhr, Foyer Spiegelhalle, Tageskasse vor Ort, 3 bis 5 €, frei für alle in Ausbildung

Weitere Infos zum pro.log finden Sie hier

Content Note (Hinweis zu sensiblen Inhalten)

Das Team des Theater Konstanz setzt immer wieder einen Schwerpunkt auf aktuelle Stoffe und Stücke zeitgenössischer Autor*innen. Das Verhandeln von gesellschaftlichen Konflikten ist uns wichtig und kann erlebbar machen, dass und wie unsere Wirklichkeit gemacht, hergestellt – und deswegen auch veränderbar ist. Diese Auseinandersetzung mit konfliktreichen Themen auf einer sinnlichen, gespielten Ebene kann und möchte bewegen.

Je nach persönlicher Sensibilisierung können solche Auseinandersetzungen als (zu) schmerzhaft empfunden werden. Im Sinne einer transparenten Kommunikation und im Bewusstsein darüber, dass Stückinhalte aufgrund von individuellen Erfahrungen verschieden erlebt werden, gibt es hier zusätzliche Informationen über Inhalte, die wir als sensibel einstufen. Diese Hinweise zu sensiblen Inhalten – auch Content Notes – weisen darauf hin, dass bestimmte Themen auf der Bühne verhandelt werden, die starke Reaktionen auslösen können. Ein Kritikpunkt an Content Notes ist, dass sie Teile der Inszenierung vorwegnehmen können. Im Sinne einer selbstbestimmten Entscheidung wird es im Folgenden jeder und jedem Einzelnen überlassen, die inhaltlichen Hinweise zu lesen oder nicht.
 
Der Kirschgarten
Content Note:
 
In dem Stück „Der Kirschgarten“ wird unter anderem der Tod eines Kindes thematisiert.
Darüber hinaus kommen an einer Stelle der Inszenierung für längere Zeit stroboskopähnliche Lichteffekte zum Einsatz, die für empfindliche Zuschauer*innen belastend sein können.

Theater Konstanz
© Ilja Mess
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